Browse/search for people

Publication - Dr Debbie Pinfold

    The End of the Fairy Tale?

    Christian Petzold's Barbara and the Difficulties of Interpretation

    Citation

    Pinfold, DM, 2014, ‘The End of the Fairy Tale?: Christian Petzold's Barbara and the Difficulties of Interpretation’. German Life and Letters, vol 67., pp. 279-300

    Abstract

    When Christian Petzold's Barbara appeared in 2012 it was received as a new departure in both Petzold's work and in representations of the former GDR. The film was understood first and foremost as a love story, and this, together with the provincial setting and bright colour palette, lent an unaccustomed warmth to the image of the GDR. This article presents a close reading of the film to demonstrate that Petzold's plot deconstructs the victim / perpetrator binary that underlies paradigmatic representations of the GDR, notably Das Leben der Anderen (2006). This creates a more nuanced image of the former socialist state which challenges the dominant discourse. It further argues that Petzold underpins this surface with a dense matrix of cultural allusions designed to draw the audience into the characters’ coded language. This enables the audience to empathise with the characters’ difficulties in communicating with one another and to experience viscerally what it was to live in an atmosphere characterised by such mistrust. However, these same cultural allusions say more than the characters intend; they also allow Petzold to communicate directly with the audience, posing deeper questions about our own interpretative strategies and the possibility of fully understanding the GDR.

    Als Christian Petzolds Film Barbara im Jahre 2012 erschien, wurde er als neuer Ansatz verstanden, sowohl für Petzolds Geamtwerk, als für Darstellungen der ehemaligen DDR überhaupt. Der Film wurde in erster Linie als Liebesgeschichte verstanden, die diesem Bild der DDR eine ungewohnte Wärme verlieh, verstärkt noch durch den Handlungsort in der ländlichen Provinz und einer auffallend bunt gewählten Farbenpalette. Dieser Aufsatz zeigt im Rahmen einer detaillierten Analyse des Films dar, dass die Handlung den sonst üblichen Täter / Opfer Gegensatz abbaut, der früheren paradigmatischen Darstellungen der ehemaligen DDR wie etwa Das Leben der Anderen (2006) zugrundeliegt. Dadurch wird ein nuancierteres Bild des sozialistischen Staats erreicht, das den bisherigen Leitdiskurs über die DDR in Frage stellt. Ferner wird argumentiert, dass Petzold dieser Handlung ein dichtes Netz an kulturellen Andeutungen zugrundelegt, das das Publikum in die Geheimsprache und Kommunikationsschwierigkeiten der Protagonisten hineinziehen soll. So spürt das Publikum das Gefühl, wie man in einer derart von Misstrauen geprägten Atmosphäre gelebt hatte. Die Bedeutung dieser kulturellen Andeutugen geht aber weit über die von den Protagonisten beabsichtigten Botschaften hinaus; sie erlauben es Petzold, das Publikum direkt anzusprechen, wobei er Fragen zu unseren Interpretationsstrategien und der Möglichkeit, die DDR aus unserer Perspektive vollkommen zu verstehen, stellt.

    Full details in the University publications repository